Über mich

Über mich

Seit bald einem Jahrzehnt sind wir als Familie inklusiv unterwegs. Oftmals fühlt es sich so an, als ob nichts vorwärts geht, was das Thema Inklusion angeht. Es gibt immer noch Förderschulen – in anderen Ländern wurden sie einfach abgeschafft. Mein Sohn mit Handicap wird auf der Straße immer noch komisch angeschaut oder nicht zu Kindergeburtstagen eingeladen, die ein Kind ohne Handicap feiert. Andere Themen sind in der Gesellschaft viel präsenter als das Thema Inklusion, z.B. Klimaschutz, Flüchtlingskrisen oder Wirtschaftsabkommen. Und immer noch weiß ein Großteil der Bevölkerung nicht, dass Inklusion ein Begriff ist, der auf alle Menschen angewendet wird, die in irgendeiner Form ausgegrenzt werden. Inklusion hat also nicht nur etwas mit Menschen mit einer Behinderung zu tun.

Immer wieder gibt es Aufreger im Alltag. Sie können Einem den Idealismus rauben, sich in irgendeiner Weise gesellschaftlich zu engagieren. Damit das nicht passiert, schreibe ich diesen Blog. Im Schreiben wird mir bewusst, dass doch was vorwärts geht. In kleinen Schritten, aber vorwärts.

Vieles erscheint im Vergleich zur Welt- und Tagespolitik unscheinbar und völlig unwichtig. Und genau deswegen will ich mich nicht entmutigen lassen. Unsere Erfahrungen sind genauso wert bedacht zu werden, wie die Erfahrungen anderer Menschen. Deswegen schreibe ich darüber.

Ich hoffe andere Eltern, die ein Kind mit Handicap haben, zu ermutigen sich öffentlich zu zeigen. Rauszugehen aus ihrer kleinen Welt in die große. Denn wie sagt ein afrikanisches Sprichwort so schön:

„Viele kleine Leute,
an vielen kleinen Orten,
die viele kleine Dinge tun,
werden das Angesicht der Erde verändern.“

Lasst es uns anpacken!